Triathlon Fest in Hamburg

Hamburg, wie geil war das denn bitte!!! Ein Triathlon Wochenende was ich nicht so schnell vergessen werde und über das ich bestimmt noch häufig erzählen werde. Warum? Dann lest den folgenden Text.

Wir waren etwas außerhalb untergebracht und sind immer mit dem Rad in die Stadt geradelt. Auf dem Weg rein und raus wurde ich häufig angesprochen. Schon gestartet? Viel Erfolg! Wie war es? usw. einfach genial. Zudem viele Athleten in ihren Landesfarben unterwegs, das machte die Stimmung nochmal besonders. Beim Unterlagenabholen bin ich zufällig Michaele, eine meiner Mixed Team Relay Partnerinnen schon zufällig über den Weg gelaufen. Dann Wettkampfbesprechung, anschließend die anderen beiden Staffelteilnehmer Sandra und Patrick zusammen mit Michaela getroffen, großen Gruppenbild mit der DTU und die Nationenparade. Zudem viele weitere bekannte Gesichter und durch das Rennformat der Elite mit vielen kurzen Rennen über mehrere Tage hat man die Elite auch immer wieder auf den Straßen, in Cafes oder auf der Messe getroffen.

Freitag Einzelrennen der AgeGroup Weltmeisterschaft. Ca. 9:45 mussten wir deutschen schon das Rad einchecken. Eigentlich kein Problem, aber meine Altersklasse war mit 15:10 Uhr die letzte an diesem Tag. Irgendwie brachte man die fünf Stunden rum. Alle ins Wasser zwischen zwei Bojen mit Wasserstart. Etwa 100 Teilnehmer groß war die Startgruppe. Startschuss und Vollgas Richtung Boje eins. Ein Glück ist die Alster groß und die anderen Athleten hatten wohl auch keine Lust auf einen Infight. So ging es doch rechts relaxt zur Boje. Zweimal recht und zurück. Im Tunnel Sicht gleich null, aber danach die Treppen zum Rathausplatz in Sicht. Dann ging es durch die lange Wechselzone. Leider kein Glück mit einer Radgruppe. Nur schwache Athleten bzw. Athleten aus der 5 Minuten vorher gestarteten Altersklasse. So musste ich mehr oder weniger die erste Runde komplett alleine Radeln. Nach einer Runde kam die vermutlich dritte größere Gruppe und sammelte mich ein. Mit der fuhr ich dann Richtung Wechselzone zwei. Mit dem Platz in der Wechselzone zwei hatte unserer Altersklasse Glück. Wir durften die Fahrräder gleich vorne abstellen und somit den langen Weg zurück durch die Wechselzone in Schuhen laufen. Dann ging es über den Jungfernstieg auf die 5km lange Laufstrecke. Die Stimmung war super. Ich fand sofort ein Super Rhythmus. Denn konnte ich auch durchlaufen. Gerne will man immer schneller laufen aber ohne spezielles Sprint Training war mehr nicht drin. Als 27. von knapp ein hundert Athleten überquerte ich die Ziellinie. Jetzt galt es die Speicher gleich wieder zu füllen. Denn ca. 17 Stunden später war der nächste Startschuss.

Dank Erdinger Alkoholfrei hatte ich einen Freistart für das Open Race über die Sprint Distanz. Schwimmen war etwas kürzer aber ansonsten die gleiche Strecke wie Freitag. Ich scherzte noch ob man mit dem TT-Bike schneller sei als im Windschattenfreien Rennen der WM. 8:24 Startschuss für meine Welle im Open Race. Wieder Vollgas Richtung Boje 1. Diesmal kam ich dort als erster an. Wieder zweimal rechts und zurück durch die Tunnel. Kurz vor dem Tunnel habe ich auch die ersten der vor uns gestarteten Welle eingeholt. Die hatten Rotebadekappen und die waren im Tunnel gar nicht zur erkennen. Trotzdem ging es Problemlos durch und  wieder über die Treppen in die lange Wechselzone. Diesmal stand dort das TT-Bike mit Scheibe und Aerohelm. Ich fuhr mehr oder weniger dieselbe NP und am Ende war ich 48 Sekunden schneller. Musste dafür auch gefühlte 1000mal Achtung schreien. Auf der Laufstrecke wollte ich versuchen die gleiche Zeit des Vortags zu laufen. Mit 7 Sekunden langsamer, also ca. 1 Sekunde langsamer pro Kilometer ist mir das durchaus gelungen. Lange lag ich auf Platz 1 Gesamt bis am Ende noch zwei junge Italiener an mir vorbei gezogen sind, das aber deutlich. So war ich 3. Gesamt und erster in der Altersklasse und Happy mit dem Rennen.

Der Sonntag sollte dann aber alles übertreffen. Mit Startzeit für die Staffel 16:24 Uhr und ich als dritter Starter war für mich das Rennen hochgerechnet kurz nach 17 Uhr. Nochmal später wie am Freitag. Aber dafür war das Einchecken auch später und entspannter. So blieben wir länger im Hotel und sind gegen Mittag Richtung Alster. Ich hatte ein Parkplatz direkt an der Binnenalster bekommen, super. 14:30 mussten wir einchecken. So bekam ich vom Eliterennen nur bedingt was mit. Die Stimmung war super und man hatte auch so mitbekommen das Deutschland nach 2013 wieder Weltmeister wurde. Die Straßen waren voll und die meisten sind für die Altersklassen Mixed Team Relay Rennen geblieben. Wir, Michaela Wintrich, Sandra Jaekel, Patrick Kaiser und ich, hatten in der Wechselzone allles vorbereitet. Dann mussten wir Patrick zurücklassen. Den der Start für den ersten Starter war wo anders. So machten Michaela, Sandra und ich mich auf den Weg zum Rathausplatz. Dort wurde noch alles hektisch umgebaut und unter den Startern waren noch viele Fragezeichen im Gesicht wie das jetzt alles ablaufen wird. Irgendwann haben wir mitbekommen das der Start um ca. 5 Minuten verschoben wurde. Michaela ging dann zu Staffelwechselplatz (die da war, wo die Elite Wechselzone war). Sandra und ich feuerten Patrick an als er aus dem Wasser kam. Dann machten auch wir uns auf den Weg Richtung Wechselplatz. Die Tribünen waren auch noch voll. Wahnsinn! Wetter Top! Patrick machte ein ordentliches Rennen und übergab im Mittelfeld. Michaela übernahm und machte auch ein solides Rennen. Gespannt habe ich auf die beiden LED-Leinwände geschaut bis unsere Nummer 172 dort auftaucht. Ich positionierte mich, ein kurzes Abklatschen und schon ging es los. Im Sprint die Rampe runter und dann mit Hechtsprung in die Innenalster vor großes Publikum. Das hatte ich so geträumt, und es wurde mehr als wahr! Nach ca. 5 Minuten inkl. Lauf zum Wasser hatte ich wieder die Treppe vor mir. Heute war alles auf superschnell und minimal getrimmt, so das die Wechsel zwischen den Disziplinen auch mega schnell werden. So saß ich schnell auf dem Bike. Leider wieder ohne Gruppe. Viel Wind, viele Wendepunkte machten es aber fast für alle gleich Gas geben und bremsen im Wechsel. Dann in die Laufschuhe und all out. 3,5-mal hoch und runter den Jungfernstieg. Die Stimmung Mega und man sah auch viele Athleten. So machte ich mir immer neue „Opfer“ aus die ich noch einholen wollte. 1,5km im absoluten roten Bereich. Aber es hat Spaß gemacht. 3:39min/km war der Schnitt. Also knapp über 5 Minuten braucht ich dafür und ich habe viele überholt. Selbst auf den letzten Metern auf dem blauen Teppich musste noch jemand dran glauben. So klatschte ich Sandra ab und schickte Sie auf ihre All-Out Reise. Ich stolperte über meine eigenen Füße und so lag ich erstmal da im Ziel. Liegen war gar nicht so blöd. Irgendwie war man wieder schnell erholt und im Ziel und Tribünenbereich warteten jetzt ca. 450 Triathleten und Fans auf die letzten Starter. Gänsehautfeeling!! Sandra brachte unsere Staffel in Ziel. Platz 18 von 35 und von 8 deutschen Teams vierter. Wir waren Happy. Jedes Gesicht erst Autsch und dann wurde das grinsen immer größer. Nur glückliche Gesichter und jeder war happy bei der ersten Age Group Mixed Team Relay WM dabei gewesen zu sein. Was ein Triathlon Fest!!! Ein Riesen Dank an Michaela, Sandra und Patrick für dieses Rennen was ich nicht mehr vergessen werde und sicher noch häufig darüber reden werde.

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