70.3 WM in Lahti

In Lahti wollte ich schon 2018 bei der Primiere starten, da musste ich aber meinen Start absagen. Als dann Lahti zum WM Austragungsort ernannt wurde war das mein Ziel. In Panama den Slot noch knapp verpasst holte ich ihn mir in Dänemark. Wie es in Lahti bei meiner fünften 70.3 WM war lest ihr hier.

Mittwoch ging es mit dem Flieger nach Helsinki und von dort mit den Mietwagen nach Lahti. Die Unterkunft war ein paar Kilometer außerhalb westlich von Lahti. Es wurden noch gleich die Unterlagen abgeholt. Von weiten strahlte schon die Skisprunganlage und an deren ihrer „Füßen“ war das 70.3 WM Wettkampfareal. Donnerstags bin ich ein Teil der Wettkampfstrecke abgeradelt. Freitags im 50m Pool im Auslauf der größten Skisprungschanze noch eine Runde geschwommen. Einer der collsten Pools ever in denen ich geschwommen bin. Nachmittags noch ein kurzer Lauf. Samstags das Laufen der Profi Frauen angeschaut und dann selber eine letzte Runde auf den Rad gedreht bevor dieses eingecheckt werden musste. WZ1 und WZ2 waren ca. 1,5km auseinander. An beide Wechselbeutel kam man nicht mehr dran. So wurde der Wetterbericht nochmal geprüft und die Wechselbeutel entsprechend vorbereitet. Fürs Radfahren habe ich mir mehrere Optionen offen gelassen, sprich mir Weste, Stirnband und Regenjacke zusätzlich in den Beutel gelegt.

Die Nacht habe ich gut geschlafen. Wir waren dann rechtzeitig in die Stadt gefahren und haben einen guten Parkplatz direkt an der WZ1 bekommen. Das Rad wurde vorbereitet und noch mal der Blick in die Wetter App. Die sagte, immer wieder Schauer möglich und das bei ca. 13-16° Außentemperatur. Meine Altersklasse war diesmal die erste die hinter den Profis starten durfte. Somit war die Wartezeit bis zum Start nicht ganz so lang. NEO an und rein ins getümmel der ca. 550 Starter in meiner AK. Das Wasser hatte 19 Grad. Der Kurs war einfach und die Bojen gut sichtbar, trotzdem hatte ich die ganze Zeit einen linksdrall. Nach soliden knapp 32 Minuten war ich aus dem Wasser. Das scheint wohl die diesjährige Leistung zu sein die ich in der Lage bin zu schwimmen. Beim Wechsel tröpfelte es leicht somit entschied ich mich für Weste und das leichte Stirnband. Lieber ein paar Watt verlieren als unnötigt Power beim Frieren.

Beim Radfahren hatte ich zuerst sehr gute Beine. Nachdem wir aus der Stadt draußen waren sortierte sich das Feld ein wenig und nach 10km bildete sich eine Gruppe. Da ging es schnell vorwärts, es war aber auch gefährlich weil wir einige einholten und die mitfahren wollten. Da musste man sehr aufpassen, erstens das es nicht zur Kollision kam und zweitens selber nicht die Gruppe zu verpassen. Das ging so bis ca. km 30. Bis dahin waren es tolle Rolling hills inkl etwas Rückenwind. Dann ging es kurz hoch und ab jetzt gegen den Wind. Die Hügel der Rolling Hills steiler. Das sprengt die Gruppe. Ich blieb ergendwo in der Mitte. Einige sind weg gefahren und einige habe ich aber auch „stehen“ lassen. Aber ich musste dann auch viel alleine Fahren und das naß kalte Wetter machte mir beim Radfahren die Beine etwas schwer. Ich reduzierte meine Wattbereiche etwas. Auf den letzten Kilometer wurde ich dann noch einigemale Überholt und auch die schnellste der AK die hinter uns gestartet sind, sind jetzt bei mir angekommen. Ich konnte ja keine ander AK einsammeln. Mein Trainer gab mir noch auf den Weg am ende nicht übertreiben, weil ja noch die Laufstrecke kommt und die es auch in sich hat. Von den Wattwerten super aber der Zeit etwas entäuscht stellte ich mein Rad in der WZ2 ab. Die war in einer Halle, somit waren die Laufschuhe und Socken noch trocken.

Raus aus der Halle gleich ein „Hinterniss“ in Form eine Holzbrücke. Die musste ingesammt 3 mal überquert werden. Da merkte man sofort ob die Muskeln zumachen oder nicht, bei mir zum Glück nicht. Danach eine Runde durch Stadion. Auf der Videowand des Stadion wurde das Rennen übertragen und ich konnte dort sehen wir der neue Weltmeister Rico Bogen über die Ziellinie lief. Aus dem Stadion wieder draußen ging es hoch und das ca. 2,5km am Stück. Dann etwas flach und dann das ganze wieder runter auf ca. 1,5km. Dadurch steiler als hoch, die Oberschenkelvorderseite freut es. Ich hatte zum Glück bis jetzt ein gutes pacing und gute Beine. Mittlerweile regnete es auch durchgängig. Dann ging es über Wellen zurück zum See und dort flach entlang und durch einen kleine Park auf Schotter zurück. Dann war die erste Runde geschafft. Auf der zweiten Runde konnte ich das Tempo halten und so einige wieder einsammeln und überholen, das motivierte auch. Ein letztes mal über die Brücke und dann rechts weg Richtung Ziel.

Fazit: Ein mega cooles Event in einer tollen Region und super organisiert. Ein Mega starkes WM Feld!

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