Genau vor 9 Jahren war ich zum ersten und letzten mal in Zell am See am Start. Damals beim WM Rennen über die 70.3 Distanz. Wie vor 9 Jahren war das Wetter wieder warm bis heiß. Zum Glück kein Regen, keine Kälte und kein Schnee, soll es alles schon gegeben haben. Wir es mir diesmal erging lest ihr in den folgenden Zeilen.
Von damals wusste ich das es Verkehrtechnisch und Parkplatzmäßig eher eine Katastrophe ist wenn man nicht direkt im Ort schlafen kann. So hatte ich mir rechtzeitig eine Ferienwohnung im Zentrum gebucht. Die war preislich auch voll im Rahmen und ich hatte das ganze Wochenende kurze Wege. Das ist schonmal kein Nachteil. Am Freitag angekommen, Startunterlagen abgeholt, Wohnung bezogen und ab an den See. Dort habe ich noch eine letzte Schwimmeinheit von ca. 20 Minuten absolviert. Das Wasser war angenehm so das die 20 Minuten auch ohne NEO problemlos gingen. Abends gab es dann noch ein 30 Minuten Läufchen mit ein paar kleinen Race Pace Intervallen. Samstag ging es mit dem Auto der Radstrecke entlang zum Filzensattel. So konnte ich mir den Anstieg nochmal in Erinnerung rufen. Oben bin ich dann ausgestiegen und bin dann die Abfahrt mit dem TT-Bike abgefahren, keine schlechte Idee sich die Kurzven nochmal live auf Wettkampfmaterial anzutesten. Unten im flachen gab es noch mal ein paar kleine Intervalle zurück zur Unterkunft. Dann war noch Carbo Loading angesagt und Bike CheckIn.
RACEDAY: Viele werden es mögen, ausschlafen war möglich, denn der Startschuss für die Altersklassen war erst um 11:10 Uhr. So konnte man gemütlich Frühstücken und dann in rihe die ca. 1,5-2 km zum Start gehen. Alles vorbereitet und dann kurz in den See gesprungen zum einschwimmen. Dank der Temperaturen problemlos möglich, long Story Short, man musste nicht frieren wenn man es gemacht hat. Dann in den Startbereich. Von dort noch die PROs beobachtet bei ihren letzten Vorbereitungen und schon ging es los. Ich reihte mich schon weit vorne ein, wollte aber unbedingt ganz rechts stehen.Aufgrund der langen geraden bis zur Wendeboje hätte man immer anderen aus dem Weg gehen können. Wäre aber nicht notwendig gewesen. Ich stand für mich goldrichtig. Ich sprang in den wunder schönen glasklaren Zeller See und hatte sofort perfekt Füße vor mir. So konnte ich im Wasserschatten die erste Hälfte der Strecke zügig hintermich bringen.Nach den beiden Wenden waren die Füße leider weg, aber danke Neo und der Kraftersparniss der ersten Hälfte lief auch die zweite Hälfte hervorragend für den Trainingszustand. Nach 32 Minuten stieg ich aus dem See. Happy und sogar fast gleich schnell wie vor 9 Jahren. Dann ging es durch die langen Wechselzone.
Die ersten ca. 20km sind eher Flach oder leicht bergab. Da sortierte sich das Feld noch ein wenig, aber ich sammelte auch schon einige schnellere Schwimmer ein. Dann ging es lenks weg in den ca. 13 km langen Anstieg. Unten war er etwas steiler, im mittleren Teil des Anstieges wurde es leicht Flacher. Mein Plan unten locker rein und mit dann noch ausreichend Power im nicht ganz so steilen, wo die anderen sich ausruhten, weiter meine Watt zutreten. Das ging voll auf und ich machte wieder einige Plätze gut bzw.habe einige wieder eingeholt. Dann kamen die letzten 2km. 14%!!! Da drückt es einem die Kurbel wieder hoch, oder so ähnlich, da tut fast jede Übersetzung weh. Augenzu und durch und hoffen das es nicht allzu viele Körner gekostet hat. Dann kam der Teil für Kopf und Mut. Der erste Teil der Abfahrt ist sehr technisch. Da vom Anstieg ermüdet rein zugehen ist nicht einfach. Deshalb binich nach dem Motto da runter, hier kann man nur verlieren und nicht gewinnen. Im zweiten Teilder Abfahrt geht es dann nur noch gerade aus oder langezogene Kurven. Auch hier kann man einen Unterschied machen wenn man noch tritt anstatt einfach rollen zu lassen. Dann waren es aber immer noch ca. 40km, meine Beine hatten die Power und somit konnte ich noch zwei drei Grüppchen nach vorne fahren. Mit der zehnt schnellsten Radzeit in meiner Altersklasse bin ich echt zufrieden. Ich war auch knapp 3 Minuten schneller als 2015.

Dann ging es auf die malerische Laufstrecke. Zuerst ca. 2km in die Stadt und dann auf die 2 Laufrunden. Dank meiner zwei guten Disziplinen bisher konnte ich sogar noch die ersten Herren beim Laufen sehen und bei den Profifrauen war ich mitten drin. Die waren auf der zweiten Laufrunde während ich auf der ersten Laufrunde war. durch die wenigen langen Rennen habe ich das Thema „Nutrition Training“ auch im Training selten gemacht. So hatte ich dann beim Laufen Probleme weitere Gels zu mir zuführen. Ich habe mich durch gekämpft und bin am Ende ein 5er Schnitte gelaufen. Damit darf und muss ich zufrieden sein. Im Vergleich war ich hier sogar knapp 8 Minuten schneller. Somit in Summe über 10 Minuten scheller als vor 9 Jahren. Kalr Rad und Laufschuhe sind heute auf einem anderen Niveau, aber ich bin auch jetzt 9 Jahre älter.
Fazit: Ein Rennen was man mal oder zweimal gemacht haben soll!!

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