Gravel-Rennen am Nürburgring – 100 Kilometer auf und abseits der Nordschleife
Dieses Jahr habe ich mich für das 100-Kilometer-Gravel-Rennen im Rahmen von „Rad am Ring“ angemeldet – eine neue Herausforderung, auf die ich mich schon lange gefreut hatte. Nach einigen 24-Stunden-Rennen im Team und Einzelrennen auf der Nordschleife wollte ich jetzt die Kombination aus Asphalt und Schotter ausprobieren.
Mit meinem Stevens-Gravelbike bin ich in die Eifel gefahren, habe die Startunterlagen abgeholt und mich auf das Rennen vorbereitet. Das Feld wurde in mehrere Startwellen aufgeteilt, und wir Gravel-Fahrer gingen als dritte oder vierte Welle auf die Strecke. Schon nach wenigen Kilometern merkte ich: Das wird ein hartes Rennen – das Feld zog sich schnell auseinander, und die Nordschleife forderte direkt Konzentration und Power.

Nach der Nordschleife ging es ab ins Gelände: breite Waldwege, schmale Pfade, wurzelige Passagen, grober Schotter, weiche Sandabschnitte – alles dabei. Die Abwechslung machte richtig Spaß, forderte aber auch volle Aufmerksamkeit. Vor allem auf den Abfahrten war ich anfangs noch etwas unsicher, doch Runde für Runde wurde es besser.
Mein Ziel war klar: nicht gewinnen, sondern das Rennen genießen, Erfahrung sammeln und jede Runde auskosten. Ich fand unterwegs einen Mitstreiter, mit dem ich mich durch die zweite und dritte Runde kämpfte. Die Verpflegungsstationen nutzte ich ab der zweiten Runde großzügig, um genug Energie zu haben, und lernte schnell, meine Kräfte besser einzuteilen.
Die vierte Runde war dann nochmal richtig fordernd, aber das Wetter spielte mit und die Strecke bot trotz Staub und Anstrengung jede Menge Freude. Nach 100 Kilometern, vier Runden über Asphalt und Schotter, war ich erschöpft, aber sehr zufrieden. Eine neue sportliche Erfahrung, die ich sehr genossen habe und die mir noch einmal gezeigt hat, wie vielseitig Gravel-Rennen sein können.
Der Nürburgring bleibt für mich als Motorsportfan natürlich immer ein besonderer Ort – und dieses Rennen hat mir wieder ein großes Grinsen aufs Gesicht gezaubert.


Hinterlasse einen Kommentar