VIZE – EUROPAMEISTER

Endlich wieder Rennen, endlich wieder Rennwochenende mit (fast) allen was dazu gehört. Als vor ca. 7 Wochen feststand das die Rennen in Walchsee stattfinden sollen war ich krank und war mir unsicher ob ich melden soll. Nach 2 Nächten war klar, ich melde mich für die AquaBike EM an. Ich wollte für mich mal was neues ausprobieren und es passt auch so gedanklich gut zum Training.

Ich war mir bei der Anmeldung unsicher ob dann die kurze Zeit schon für eine volle Mitteldistanz reichen sollte und ich wollte danach auch nicht eine lange Ruhepause haben. Schwimmtraining war ja dann zum Glück auch noch rechtzeitig möglich um ein paar Kilometer vorher in die Arme zubekommen.

Aber jetzt zum Rennwochenende. Dank der Jungs von Pushinglimits gab es schon Freitag die ersten Videos aus Walchsse. Somit stieg die Vorfreude noch einmal an. Samstagmorgen ging es dann nach Walchsee. Auf den letzten Kilometern sah man schon die letzten vorbereitungen der Radstrecke, Athleten beim Training und Fahnen der Veranstalltung. Das Wetter spielte auch mit und ich hatte richtig Bock auf Racing. Aber erstmal die Startunterlagen abholen. Atletenband am Handgelenk, ein Gefühl das man echt vermisst hat. Mehr als 1000 gleich Verrückte Triathleten in einem Ort. Dann ging es mit dem Rad zur vorletzten Vorbelastung. Ich bin die erste Halbrunde der original Strecke abgefahren und konnte mit den kurzen Intervallen, die auf dem Plan standen, auch die Steigungen und ein paar andere Passagen im Renntempo testen. Die Strecke selber kannte ich noch aus 2014 wo sie fast gleich war. Danach gab es eine kleine Mittagspause bevor es zu letzten Vorbelastung in den See ging. Der Walchsee lädt schon alleine von der Landschaft drumherum ein, ein Traum. So bin ich 15 Minuten etwas geschwommen. Dann noch das Radeingecheckt bevor es dann ins Hotel ging.

5:30 Uhr aufstehen 6 Uhr zurück in Walchsee um eine guten Parkplatz zubekommen. Um 6 Uhr machte auch die Wechselzone auf, direkt mal das Bike gecheckt, weil es in der Nacht doch ein kleine Gewitter gab. Alles besten und noch an seinem Ort. So wurden die die Radflaschen eingesteckt und die Radschuhe eingeklickt. Alles Ready. Noch mal zurück zum Auto, kurz Füße hoch und ausruhen. Um kurz nach 8 ging es zurück zum See. 8:30 Uhr start der Profis, Gänsehaut!! Danach selber noch die letzten Vorbereitungen durchgeführt, Neo an und los gings…

Durch das Hygienekonzept musste ein Einzel Rolling start her. Reihenfolge die einzelnen Wettkämpfe und dann nach Geschlecht und Altersklassen. Angedacht Lücken dazwischen gab es nicht und somit ging es fließend von einer Altersklasse zur nächsten und auch in den nächsten Wettkampf. Dadurch war es für mich echt schwierig das richtige Pacing für schwimmen zu finden. Mal istr man alleine gewesen, dann hat man einige Überholt und man wurde selber auch wieder überholt. Nur grob an den Badekappenfarbe konnte man erkennen „wer“ da gerade von der Leistungsstärke neben einem schwimmt. Nach ca. 300m waren auch schon die Arme etwas schwer. So schwimmen ohne Wende wie im Schwimmbad ist dann doch noch was anderes. Nach etwas weniger als 32 Minuten hatte ich wieder Boden unter den Füßen. Ich denk ganz okay für erste und mit dem hintergrund das man ja ein halbes Jahr bis Mitte Mai ja garnicht schwimmen war. In 2 Minuten durch die lange Wechselzone, das lief mal richtig gut.

Dann ging es auf die Radstrecke. Da ich ja wusste das danach schluss ist wurde natürlich auch etwas mehr gedrückt. So bin ich dann durch das vor mir gestartete Triathlon Rennen gedüst. „Pure Happiness“ diese „BALLERN“. So durfte ich auch den neuen Helm von Rudy Project zum ersten mal im Wettkampf verwenden, den mir Rudy Project als Local Hero zur VErfügung gestellt hat. Nicht nur das er Aerodynamischer ist, auch das Tragegefühl ist in meinen Augen besser und wenn man sich wohler fühlt geht es gleich immer besser. Auf der 2. Halbrunde kam dann die Führenden der Elite an mir vorbei. Hammer wie die an mir vorbei gehammert sind. Ich konnte es mir nicht verkneifen und bin mit Abstand mal 500m mit Fred Funk mitgeradelt, Respeckt was die da Leisten! In der zweiten Runde ist musste man dann die zu letzt gestarteten überholen aber auch das ging ganz gut.

Da durch Corona die Startliste dann doch nochmal kürzer wurde, z.B. die Engländer waren dann „leider“ nicht mehr drauf, war dann die Konkurenz nicht mehr ganz so groß. Aber die wenigen die drauf standen hatten in der Vergangenheit schon gezeigt das sie was drauf haben. So wurde ich in dem kleinen Feld am Ende zweiter und damit VIZE-Europameister im AquaBike. Auf den ersten hatte ich 5 Minuten Rückstand und die hatte ich mir beim schwimmen eingehandelt. Der Wechsel und die Radzeit waren nahezu identisch. Glückwunsch an die beiden die mit mir auf dem Podium standen.

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